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CJRM — Modellierungsregeln

Die Qualität des CJRM hängt weniger von einer langen Begriffsliste ab als von klaren Modellierungsregeln. Die Regeln tragen die Namen der Fachbegriffe, wie sie im Modell heißen.

Regel Inhalt
Goal Ownership Jedes Goal hat mindestens einen Actor als Owner. So entstehen keine unscharfen „Journey Goals“ ohne klare Perspektive.
Goal ≠ Activity Ein Goal beschreibt einen gewünschten Zustand, keine Tätigkeit. Verdächtig sind „Formular ausfüllen“, „PDF hochladen“, „Website besuchen“. Sie können Events oder instrumentelle Goals sein, müssen aber begründet werden.
Instrumental Goals need a Reason Ein instrumentelles Goal verweist auf mindestens ein anderes Goal, dessen Erreichung es unterstützt.
Constraint-induced Goals need a Constraint Ein Goal gilt nur dann als constraint-induced, wenn der auslösende Constraint ausdrücklich modelliert ist. So wird sichtbar, welche Ziele bei veränderten Bedingungen verschwinden könnten.
Outcome ≠ Value Ein Outcome beschreibt, was passiert ist. Value beschreibt die Bewertung aus Sicht eines Actors.
Value is perspectival Value ohne Actor als Bewertenden ist unzulässig.
Metrics need a semantic Reference Eine Metric misst State, Outcome, Ressourcenverbrauch oder Zielerreichung. „Journey KPI“ allein reicht nicht.
Evidence ≠ Interpretation Evidence stützt oder widerlegt Claims. Workshop-Interpretationen sind keine Beobachtungen.
Capabilities change the Space of Possibilities Capabilities optimieren nicht nur bestehende Events. Sie können neue Zustandsübergänge ermöglichen und bestehende Goals oder Events überflüssig machen.
Journey is not a Core Object Die Journey wird aus Events und Zustandsübergängen abgeleitet.

Bliebe der Job bestehen, wenn Anbieter, Produkt, Kanal und heutige Technologie ausgetauscht würden?

Zu eng: „Baufinanzierungsformular ausfüllen“. Plausibler: „Wohneigentum finanzieren“. Zu abstrakt: „Ein gutes Leben führen“.

Würde der Actor dieses Goal weiterhin verfolgen, wenn die heutige Lösung nicht existierte?

Damit werden heutige Mittel nicht vorschnell zu vermeintlich stabilen Kundenbedürfnissen.

necessity(G) = f(Job, State, Constraints, Capabilities, Institutions, Agency)

Ein heute notwendiges Goal kann morgen überflüssig sein, etwa durch einen Technologiesprung.

Event → Outcome → Learning → Capability Change → future State Transitions

Journeys verändern die Actors und Systeme, aus denen zukünftige Journeys entstehen. Das gilt für Kunden- wie für Unternehmensfähigkeiten.

Kein Element wird als notwendig betrachtet, nur weil es heute beobachtet wird.

Das Journey Lab arbeitet im Hintergrund mit diesen Regeln: Das Interview fragt nach dem Warum des schwierigsten Schritts (Constraints und Capabilities), und Insights trennen Claim und Evidence. Die Bedienung soll die Ontologie nicht sichtbar machen: „Simple surface, rigorous substrate“ (siehe Design-Prinzipien).

Die Objekte im Einzelnen: Objekte und Relationen.

© 2026 Thomas Vehmeier · vehmeier digitale strategien ·CJRM und Inhalte dieser Dokumentation:CC BY-NC-ND 4.0 ·Urheberrecht und Nutzung